Tag der Epilepsie 2018

Epilepsie und jetzt?

Der Tag der Epilepsie findet seit mehr als 20 Jahren statt und hat unter anderem das Ziel, auf eine Krankheit aufmerksam zu machen, die einerseits sehr verbreitet und andererseits mit vielen Vorurteilen verbunden ist. An ihr sind in Deutschland mehr als 500 000 Menschen erkrankt. Damit ist sie nach der Migräne die zweithäufigste chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. (Quelle: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf).

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungen zum „Tag der Epilepsie“ stehen die Menschen, bei denen gerade erst Epilepsie diagnostiziert worden ist. „Epilepsie – und jetzt?“ lautet das Motto, das Fragen aufgreift, die diese Menschen sowie ihre Angehörigen nach der Diagnosenstellung beschäftigen. Vom ersten Anfall bis zur Diagnose einer Epilepsie ist es oft schon ein langer Weg. Die Neudiagnostizierten und ihre Angehörigen sehen sich vor ganz neue Fragen und Probleme in vielen Lebensbereichen gestellt und suchen nach Antworten und Lösungen. Daher nutzt die Deutsche Epilepsievereinigung den Tag der Epilepsie nicht nur, um die Krankheit und das Wissen darum in die Öffentlichkeit zu tragen, sondern auch, um die Forderung nach einem flächendeckenden Ausbau und der gesicherten Finanzierung von Epilepsie-Beratungsstellen aufs Neue zu erheben. Diese Forderung möchte die Epilepsie Selbsthilfe Odenwald e.V. unterstützen.

Im Kreisgebiet begeht die Epilepsie Selbsthilfe Odenwald e.V. den „Tag der Epilepsie“ am Freitag, 9. November um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus der AWO in der Kellereibergstraße 4 in Michelstadt.

Wir als Selbsthilfegruppe haben eine Stärke: wir können von unseren Erfahrungen berichten. Auch wenn diese nicht eins zu eins auf andere Betroffene übertragen werden sollen, können diese doch Mut machen, einen eigenen Weg zu finden. Um dies zu veranschaulichen stellen dieses Jahr zwei junge Frauen, die beide auch von Epilepsie betroffen sind, ihre Bachelor-Arbeiten vor. Clarissa Yigit hat Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt studiert und ihr Studium Anfang des Jahres abgeschlossen. An der Hochschule Hannover hat Natascha Schneider diesen Sommer ihr Studium der Heilpädagogik beendet.

Ein weiterer Punkt bereichert unsere Veranstaltung: Karthrin Suderleith und Barbara Lang vom Integrationsfachdienst Odenwald berichten von Angeboten der beruflichen Unterstützung.


Anschließend ist Zeit für Fragen bei einem Umtrunk.

Epilepsie braucht Offenheit

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